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Ein Matterhorn für Trauffer

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Ein nicht alltägliches Projekt für Studierende der Berner Fachhochschule BFH: Im Rahmen einer interdisziplinären Projektwoche planten und bauten sie ein acht Meter hohes Matterhorn aus Holz. Das symbolträchtige Bauwerk stand im Zentrum des Bühnenbilds für den Schweizer Mundart-Popsänger Trauffer an dessen Konzert vom 23. November 2018 im Hallenstadion Zürich.

Acht Meter hohes Endprodukt auf der Bühne im Zürcher Hallenstadion: das Matterhorn mit Trauffer.

Die Special Week brachte rund 20 angehende Architekten, Bauingenieure und Holzingenieure zusammen. Ihr Thema: der digitale Arbeitsprozess. Vom ersten bis zum letzten Arbeitsschritt entwickelten die Studierenden ihr Projekt nach den Grundsätzen von BIM: planen, bauen, nutzen – von der digitalen Punktewolke des Matterhorns bis zur Montage im Hallenstadion Zürich.
Die Projektwoche ist als interdisziplinäre Zusammenarbeit der drei Fachbereiche Architektur, Holz und Bauingenieurwesen entstanden. Digitale Gestaltungs- und Produktionsmethoden im Zusammenhang mit Holz zu kombinieren, ist eine Spezialität des Departements Architektur, Holz und Bau der Berner Fachhochschule BFH.

BIM: von der digitalen Punktewolke des Matterhorns bis zur
Montage

Digital Workflow – BIM machen
Für die Studierenden ging es hauptsächlich darum, die digitalen Arbeitsprozesse bei der Entstehung eines Objekts kennenzulernen und zu erproben. Die interdisziplinäre Zusammensetzung der Gruppe mit Studierenden aus unterschiedlichen Fachgebieten bot dafür die besten Voraussetzungen. Von Anfang an sassen alle Beteiligten am gleichen Tisch und planten das Projekt gemeinsam. Eine besondere Motivation und zugleich Herausforderung bot der Umstand, dass das Objekt ein Bühnenelement war, das für ein Konzert in einer Konzerthalle mit über 10 000 Plätzen eingesetzt werden würde.

Grosser Einsatz und wichtige Unterstützung
Für das Gelingen des Unterfangens war von allen Beteiligten ein grosser Einsatz gefragt. Die Studierenden legten auch mal eine Nachtschicht ein, zum Beispiel für das Parametrisieren der Dreieckelemente oder den Probeaufbau in einer Industriehalle. Die Dozierenden sorgten sich nebst dem Coaching um die zahlreichen Nebenschauplätze, wie die Verhandlungen mit dem Künstler, Brandschutzanforderungen oder die Logistik.
Unterstützung erhielt das Projekt auch von Unternehmen und Wirtschaftspartnern. In Form von Material, Zeit und Know-how leisteten sie ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Projekts.

Zufriedene Gesichter und ein tolles Konzert
Die Bühnenbauer wünschten sich ein Matterhorn aus möglichst einfachen Bauteilen, die Lichttechniker transparente Elemente, die sie mit Licht bespielen können. Am Ende haben alle das erhalten, was sie sich vorgestellt hatten, auch die Studierenden und die Dozierenden. Sie waren an einem nicht alltäglichen Projekt beteiligt, halfen mit, ein einzigartiges Bühnenbild zu bauen und besuchten ein tolles Konzert im Hallenstadion Zürich.

 

CAS Digital Planen, Bauen, Nutzen: BIM sicher anwenden
Mit dem digitalen Bauen vollzieht auch die Baukultur den Schritt von analog zu digital. Dieser grundlegende Wandel verändert fast alle Prozesse, Rollen, Verantwortlichkeiten und Aufgaben. Im CAS Digital Planen, Bauen, Nutzen erwerben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Methodenkompetenz, um Planungs- und Produktionsprozesse durchgehend digital zu verstehen und zu führen. Sie beherrschen den digitalen Workflow, können die BIM-Use-Cases der Baudisziplinen verstehen und definieren und sind in der Lage, ein IDM (information delivery manual) zu formulieren. Die Weiterbildung bezieht sich auf die gesamte Baubranche im Hochbau und richtet sich an Fachleute aus Architektur, Holzbau, Ingenieurwesen, Projektmanagement und Produktionsleitung.

Nächste Durchführung
August 2019

Individuelles Beratungsgespräch
Thomas Rohner, Studienleiter
CAS Digital Planen, Bauen, Nutzen