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Liebe Leserinnen und Leser

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«Brauchen wir in Zukunft noch Dozierende?»

Eine Fragestellung, die so nicht einfach zu beantworten ist. Die Basis für die Ausbildung im Kanton Bern bildet die von der Erziehungsdirektion definierte Bildungsstrategie. Der Anspruch an die Lehre ist, effizient, effektiv und qualitativ hochstehend zu sein. Wie gut die Qualität einer Ausbildung ist, entscheiden die «Abnehmer» der Absolventinnen und Absolventen. Sie beurteilen die Qualität wiederum bezüglich ihrer eigenen Bedürfnisse und Herausforderungen wie Globalisierung, Digitalisierung oder Spezialisierung.

Die Meinungen, was die Dozierenden dazu beitragen müssen, damit die Ausbildung qualitativ sehr gut ist, gehen weit auseinander: Dozieren, vortragen, Grundlagenwissen vermitteln, also die reine «Einwegkommunikation », fordern die einen. Coachen, begleiten und unterstützen fordern die anderen. Aufgrund der heutigen Verfügbarkeit des Wissens müssen wir uns die Frage stellen, ob Grundlagenwissen in einer Ausbildung überhaupt noch vermittelt werden muss, soll oder darf (aus Kosten- oder Effizienzgründen).

Ob es auch in Zukunft Dozierende braucht, ist für mich nicht die Frage. Die Stellenbezeichnung sowie die -beschreibung werden sich indes ändern. Es wird wichtiger, den Studierenden zu vermitteln, wie sie das notwendige Wissen, das zur Lösung einer Aufgabenstellung benötigt wird, schnell finden können und wie sie dieses Wissen persönlich, im Team oder mittels Chat und/oder Forum korrekt und effizient anwenden.

Alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind heute gefordert, sich Gedanken über die Zukunft zu machen, flexibel zu sein und sich stetig weiterzubilden, damit stehen die Dozierenden nicht alleine da.

Bleiben Sie daher aufgeschlossen, flexibel und neugierig – die Zukunft ist spannend!

Markus Ruprecht