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Liebe Leserinnen und Leser

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Drei Viertel aller Menschen in der Schweiz leben in Städten und Agglomerationen. Der Bedarf an urbaner Mobilität steigt, innovative Mobilitätslösungen sind gefragt – die Berner Fachhochschule stellt sich dieser Herausforderung.

 Die Elektromobilität ist im Vormarsch. Dank Fortschritten in der Batterietechnologie sind die Akkus nicht mehr das ganz grosse Problem. Vielmehr sind heute die Verfügbarkeit und der Betrieb von Ladestationen und deren Businessmodelle eine grosse Herausforderung. Durch eine neue Technologie sollen die E-Mobile zukünftig auf ganz einfache Art auf ein dichtes Netz von öffentlichen und privaten «Elektro-Tankstellen» zugreifen können.

Autonomes Fahren wird zukünftig zu einer Schlüsseltechnologie. Mit dem «sh@ttle» auf der Grundlage eines Renault Twizy schuf die BFH eine Technologieplattform, um verschiedenste Technologien in Forschungs- und Studierendenprojekten in interdisziplinären Teams weiterzuentwickeln.

Für schwere Lastfahrzeuge und Landmaschinen ist die E-Mobilität nur beschränkt tauglich. Hier bieten sich Gasmotoren mit umweltfreundlich erzeugtem Methan als Alternative an. Ein interdepartementales BFH-Team erprobt die Praxistauglichkeit eines entsprechenden Systems in der Landwirtschaft.

Damit sich Menschen auch in Zukunft im urbanen Raum wohlfühlen, ist eine erfolgreiche Städteplanung unabdingbar. Dazu gehören etwa ein ausgewogener Mix von städtischer Umgebung und Erholungsnischen, eine durchmischte Nutzung in Wohn- und Arbeitsquartieren sowie eine schlüssige Verkehrsplanung.

Neue Batterietrolleybusse ermöglichen eine flexiblere Planung von Buslinien. Im Projekt e-MIP wird ein innovatives Tool für eine Big-Databasierte Analyse von Stadträumen entwickelt, um Busrouten zu optimieren.

Aber Achtung: Nicht alle Altersgruppen sind gleich unterwegs. Im Forschungsprojekt «Stadtlandschaft 66+» wird mithilfe von Datenbankanalysen und qualitativen Erhebungen untersucht, welches die «Points of Interest» von Leuten ab 66 sind. Ein Portfolio von Massnahmen soll dazu beitragen, die Lebensqualität älterer Menschen zu steigern.

Mobilität bleibt ein Grundbedürfnis des modernen Menschen und muss im Gesamtkonzept neu gedacht wer- den, um den Energiezielen 2050 gerecht zu werden.

Ich wünsche Ihnen eine gute Lektüre!
Lukas Rohr