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Mobiles Lernen und international vernetzen

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E-basiertes Lernen ist zeit- und ortsunabhängig und damit für die Weiterbildung im internationalen Umfeld ein spannendes Modell. Die positiven Erfahrungen aus dem CAS Wood-Based Panels der BFH mit Teilnehmenden aus der ganzen Welt bestätigen dies.

Montag, 15. Januar 2018, Start des einwöchigen Moduls «Adhesives and Emissions» des CAS Wood-Based Panels an der BFH in Biel. Wobei: Eigentlich startete das Modul bereits im Dezember 2017. Wie denn das?
Von Anfang an: Das CAS hat sich im Verlauf der letzten Jahre in der Holzwerkstoffindustrie auf globalem Niveau etabliert. So stammen die 27 Teilnehmenden des diesjährigen Januarmoduls aus zwölf verschiedenen Ländern, von drei Kontinenten. Einmal in Biel angekommen, steht eine intensive Woche mit Vorlesungen, Inputreferaten, Kompetenznachweis, Exkursionen, Gruppenarbeiten und Präsentationen auf dem Programm. Eine Herausforderung sind nebst engem Zeitbudget die unterschiedlichen Vorkenntnisse und bislang oft unbekannten Erwartungen der Teilnehmenden. In dieser Hinsicht sind die CAS-Verantwortlichen jetzt weiter. Mittels vorgelagerter, neu konzipierter E-Learning- Einheiten wollten sie den Wissensstand der Teilnehmenden besser kennen und vereinheitlichen, mittels Videoclips Grundlagenwissen zur Verfügung stellen, bereits vor der Präsenzwoche Interaktion mit den Teilnehmenden ermöglichen, um die Präsenzzeit intensiver für Interaktion, Gruppenarbeiten, Exkursionen nutzen können.



Diese Anliegen resultieren aus den Erfahrungen in der Vergangenheit, spürten doch Dozierende und CAS-Verantwortliche vor dem Start stets eine gewisse Unsicherheit und Anspannung. Nicht so in diesem Jahr. «So gelassen bin ich selten in ein Weiterbildungsmodul gestartet», verrät Modulleiter Dr. Ingo Mayer. Der Grund für diese Gelassenheit liegt auf der Hand: Mit der vorgelagerten E-Learning-Einheit, bei der die Kursteilnehmenden nicht einfach nur Lerninhalte herunterluden und lasen, fand bereits ein intensiver Kontakt mit den Dozierenden und dem Modulverantwortlichen statt. Mit konkreten Fragen-, und Aufgabenstellungen, Kurzvideos zu Grundlagenwissen und einem Quiz konnten Wissensstand und Erwartungen aller Teilnehmenden im Vorfeld abgefragt werden. Dies ermöglichte den Dozierenden, ihre Lernziele und -inhalte auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden auszurichten. Insbesondere die externen Fachexperten schätzten dies. Und da sich die Teilnehmenden online selber vorstellten und ihre beruflichen Erfahrungen sowie ihre Motivation für den Kurs präsentierten, entwickelte sich eine vertraute Stimmung – ideale Voraussetzungen für eine kooperative Woche in Biel. Der grösste Mehrwert durch die Wahl dieser Vorgehensweise ergab sich für die Didaktik des Präsenzunterrichts vor Ort. Dadurch, dass sich die Teilnehmenden das nötige Vorwissen individuell und mobil angeeignet hatten, blieb in der Woche in Biel genug Zeit für Austausch, Problem-Based-Learning, bei dem Erfahrungen aller eingebracht wurden und alle profitieren konnten.

Erfahrungen teilen – zusammenarbeiten
Entscheidend für die rasche und erfolgreiche Implementierung der E-Learning- und Kollaborationswerkzeuge war die professionelle Unterstützung der Studienleitenden und Dozierenden auf didaktischer, medientechnischer und organisatorischer Ebene. Der Funke ist übergesprungen. So fliessen die Erkenntnisse und Erfahrungen bereits in die konzeptionelle Überarbeitung weiterer Module und ganzer CAS ein. Bei Neuentwicklungen stehen E-Learning und neue Kollaborationen für die nachhaltige Vernetzung zwischen Weiterbildungsteilnehmenden, Forschung und Wirtschaft im Zentrum. Initiiert hat dieses E-Learning-basierte Konzept das Projekt «eBlaC – e-based learning and collaboration», dank dem in den letzten Monaten diverse E-Learning- Einheiten und Coachings sowie neue Zusammenarbeitsmodelle im internationalen Kontext entstanden sind.