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Qualitätsprodukte aus Ernteresten

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Die Sorba Absorber GmbH hat ein Verfahren zur Nutzung von Maisstroh entwickelt und stellt daraus den Torfersatzstoff TEFA sowie den natürlichen Superabsorber BABS her. Beide Produkte sind nachhaltig hergestellt und zu 100% bioabbaubar.

Maisstroh ist ein weltweit ungenutzter Rückstand der Körnermaisernte mit einem riesigen Nutzungspotenzial. Sorba stellt daraus nachhaltige Qualitätsprodukte her.

Torfersatzstoff TEFA
TEFA ist ein aus Maisstroh hergestelltes Fasermaterial, das in Struktur und Eigenschaften dem Torf sehr ähnlich ist. Insbesondere das hohe Luft- und Wasserporenvolumen, die Strukturstabilität, der geringe Salzgehalt und die hygienischen Eigenschaften von TEFA erfüllen die hohen Ansprüche sowohl von professionellen Gemüse- und Zierpflanzenproduzenten als auch von Hobbygärtnern.
Torf ist eine fossile Ressource mit beschränkter Verfügbarkeit. Heute wird der europäische Markt von 30 Mio. m3 pro Jahr grösstenteils aus dem Baltikum beliefert. Dies verursacht einen Transport von 1500 Lastenzügen jeden Tag durch Polen und Deutschland. Auch führt der Torfabbau zur grossflächigen Zerstörung ökologisch wertvoller, einmaliger Moorlandschaften und zu Emissionen von 250 kg CO2 pro m3 Torf. Aus diesen Gründen wird die Nutzung von Torf zunehmend gesetzlich eingeschränkt. So hat die Schweiz 1987 den Abbau von Torf verboten. Dennoch importiert sie jedes Jahr bis zu 150 000 Tonnen dieses Rohstoffs. Auf den Torfimport könnte dank TEFA schon bald weitgehend verzichtet werden.

Jungpflanze auf Substrat mit 70% TEFA

Der Superabsorber BABS
BABS ist ein völlig neuartiger Absorber, der ebenfalls aus Maisstroh hergestellt wird. Er besteht aus Zellulose und ist zu 100% erneuerbar. Seine Hauptspezifikationen:

  • Wasseraufnahmekapazität: bis zum 45-Fachen seines Eigengewichtes (ähnlich den superabsorbent polymers, SAP)
  • Dichte: 12–30 kg/m3 (ähnlich expandiertem Polystyrol, EPS)
  • Hohe reaktive innere Oberfläche (ähnlich der Aktivkohle)

Dadurch ist BABS für unterschiedliche Anwendungen geeignet:
So wird z. B. gemahlenes BABS vom Schweizer Erdenwerk Ricoter in Pflanzsubstrate eingemischt. Ein solches Mischsubstrat wird etwa von Coop als «Premium Erde mit biologischem Wasserspeicher» verkauft.
Weiter ist BABS das Ausgangsmaterial eines völlig neuen Filters zur Entnahme von Ammoniak (NH3) und Geruch aus der Abluft von Tierhallen in der Hühnerund Schweinehaltung. Die Entnahmeeffizienz beträgt mehr als 95%. Die Vorteile des BABS-Absorptionsfilters gegenüber heutigen Filtertechniken liegen in den geringeren Anschaffungs- und Betriebskosten sowie der höheren Betriebssicherheit.

Sorba
Sorba ist ein unabhängiges Schweizer Jungunternehmen mit Sitz in Biel sowie dem Betrieb einer industriellen Pilotanlage im Elsass. Ziel ist der Aufbau eines dezentralen Produktions- und Vertriebsnetzes in Zusammenarbeit mit regional verankerten landwirtschaftlichen Lohnunternehmern.
Die Stiftung für technologische Innovation STI unterstützte Sorba 2015 mit einem Darlehen. Dieses wurde zum Ausbau der Produktionskapazität sowie zur Entwicklung und Markteinführung von hochwertigen Anwendungen von BABS verwendet.