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Vertrauen als Basis für erfolgreiche Forschungszusammenarbeit

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Anwendungsorientierte Forschung, wie sie an der Berner Fachhochschule betrieben wird, basiert auf Interaktion zwischen verschiedenen Partnern. Damit diese Zusammenarbeit erfolgreich ist, braucht es kreative Ideen und das gegenseitige Vertrauen aller.

Interaktion zwischen Menschen
Die Arbeit der Forscherinnen und Forscher an Fachhochschulen ist vorwiegend auf die Anwendung in der Praxis ausgerichtet. Neue Technologien, Produkte, Prozesse werden gemeinsam mit Praxispartnern entwickelt. Die Innovationen sollen wirtschaftlich und gesellschaftlich Wirkung erzielen. Dabei ist die Interaktion der Dozierenden und Mitarbeitenden aus dem Mittelbau1 mit externen Partnern aus der Wirtschaft, von anderen Hochschulen und Institutionen ein Schlüssel zum Erfolg. Die Zusammenarbeit motivierter Menschen schafft Mehrwert, wobei ein gegenseitiges Vertrauen zwischen Forschenden und Praxispartnern die zentrale Voraussetzung dafür ist. Denn nur Menschen, die sich vertrauen, können komplexe Forschungs- und Innovationsaktivitäten erfolgreich durchführen. Gemeinsam überwinden sie Hürden und finden neue, oft auch unkonventionelle Wege und Lösungsansätze. Das Vertrauen schafft Raum und die nötige Freiheit. Spannende Beispiele für die erfolgreiche Zusammenarbeit von Forschung und Praxis an der Berner Fachhochschule BFH finden sich auf den folgenden Seiten in dieser spirit-Ausgabe.

 

Marc-André Gonin

«Gerade auch motivierte junge Menschen und ihre Ideen sind eine Triebfeder für Innovation. Sie nähern sich einem Thema unvoreingenommen.»

Ideen und Kreativität der Jungen
Gerade auch motivierte junge Menschen und ihre Ideen sind eine Triebfeder für Innovation. Sie nähern sich einem Thema unvoreingenommen und sind es gewohnt, sich themen- und disziplinenübergreifend auszutauschen. Hier hat die BFH mit ihren Studierenden, dem Mittelbau und ihren Dozierenden ideale Voraussetzungen, um eine Vielzahl und eine Vielfalt an Ideen zu generieren und bis zum Erfolg weiterzuentwickeln. Auch hier ist das Vertrauen eine Grundvoraussetzung dafür, von den Ideen, vom Enthusiasmus und der Energie der jungen Menschen profitieren zu können. Gemeinsam mit erfahrenen Forscherinnen und Forschern sollen sie ihre Ideen weiterentwickeln, daran herumtüfteln und – im Idealfall – reüssieren. Ihre Kreativität ist entscheidend für den Innovationprozess respektive für erfolgreiche Forschungsarbeiten, die auf studentischen Arbeiten aufbauen. An einer Hochschule dürfen auch Misserfolge und Wege Platz haben, die in einer Sackgasse enden. Kreativität braucht Vertrauen, Zeit und Freiraum. Diesen kann die Fachhochschule ihren Studierenden bieten.

Partnerschaften
Der weitaus grösste Teil der Forschung an der BFH ist durch Drittmittel finanziert. Diese Forschungsaktivitäten basieren hauptsächlich auf dem Wissen und Know-how erfahrener und vernetzter Forschender. Oft entstehen sie aus einem klaren Bedürfnis von Wirtschaft, Kunst oder Gesellschaft und werden gemeinsam mit oder im Auftrag von externen Partnern abgewickelt. Eine gute persönliche Beziehung ist meistens Auslöser für diese Aktivitäten. Die Forschungstätigkeiten bauen wissenschaftliche Methodologie auf bestehendem Know-how und Erfahrungen auf, wenn es zum Beispiel darum geht, Produkte zu entwickeln. Innovation ist indes immer mit vielen unbekannten Entwicklungen verbunden. Damit das Projekt ein Erfolg wird, spielt das Vertrauen zwischen den Partnern eine zentrale Rolle. Vertrauen in die BFH-Forscherinnen und -Forscher, also in die Menschen, in einzelne Personen und ihre Fähigkeiten, die richtigen Lösungen zu finden.

 

Marc-André Gonin

«Sehr oft sind Umwege nötig. Hier ist das Vertrauen in die involvierten Menschen und deren Know-how gefragt.»

Die Forschenden können zwar mit geeigneten und etablierten Methoden arbeiten und beste Infrastrukturen einsetzen, doch die Arbeit,
das Tüfteln und das «Wegesuchen» lassen sich nicht standardisieren.

Denn im Gegensatz zur standardisierten Herstellung von Produkten, deren Qualität aufgrund zertifizierter Arbeitsschritte definiert ist, können Forschungsarbeiten nicht garantieren, dass die gewünschten Resultate auf Anhieb erreicht werden (vergleiche dazu auch den Artikel auf Seite 12/13). Geht es doch darum, neue Wege zu suchen und zu finden. Man kann zwar mit geeigneten und etablierten Methoden arbeiten und beste Infrastrukturen einsetzen, doch die Arbeit, das Ausprobieren und das «Wegesuchen» lassen sich nicht standardisieren. Sehr oft sind Umwege nötig. Hier ist das Vertrauen in die involvierten Menschen und deren Know-how gefragt. Und die Resultate der Zusammenarbeit werden dieses Vertrauen belohnen respektive stärken.


1 Mittelbau: Assistentinnen und Assistenten sowie die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in der Lehre und Forschung tätig sind. Die technischen Mitarbeitenden in den Labors sind zwar nicht Teil des Mittelbaus, leisten aber oftmals einen wesentlichen Beitrag in Forschungsprojekten.

 

BFH-Zentren für die Forschung

Viele Aufgabenstellungen erfordern heute interdisziplinäre Lösungen. Um diesen Anforderungen zu begegnen, bündelt die BFH auf Basis etablierter Forschungsgruppen und Institute Kompetenzen in BFH-Zentren. Die Forscherinnen und Forscher erarbeiten Antworten auf aktuelle und zukünftige gesellschaftliche und technologische Fragen. Die BFH-Zentren sind in ihrer jeweiligen Kombination oder im ganzheitlichen Ansatz schweizweit einzigartig.

  • Arts in Context
  • Digital Society
  • Energiespeicherung
  • Holz – Ressource und Werkstoff
  • Nahrungsmittelsysteme
  • Soziale Sicherheit
  • Technologien im Sport