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Vibwife bewegt Geburten

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Anna Peters ist eine passionierte Hebamme. Gemeinsam mit dem Wirtschaftsinformatiker Tobias von Siebenthal und dem BFH-Zentrum Technologien in Sport und Medizin sowie dem Switzerland Innovation Park Biel/Bienne entwickelte sie ein System, das die werdenden Mütter und das Klinikpersonal während der Geburt entlastet und helfen soll, ungeplante Kaiserschnitte zu vermeiden.

Gemäss Weltgesundheitsorganisation WHO (2015) ist eine Kaiserschnittrate von 10 bis 15% sowohl angebracht als auch notwendig. In der Schweiz waren gemäss Bundesamt für Statistik BfS (2014) 33,7% aller Geburten Kaiserschnitte. Die Kosten unnötiger Kaiserschnitte betragen gemäss der WHO alleine in der Schweiz jährlich über 20 Millionen USD. Im deutschen Sprachraum sind es über 100 Millionen und weltweit sogar über 2,3 Milliarden USD.
Ursachen für ungeplante Kaiserschnitte sind unter anderem ein pathologisches Herztonmuster, mangelnder oder ausbleibender Geburtsfortschritt oder eine Fehleinstellung des Kindes während der Geburt. Um den Geburtskanal mit seinen knöchernen Strukturen passieren zu können, muss das Kind eine schraubende Drehung machen.
Um den Geburtsverlauf positiv beeinflussen zu können und einer Fehleinstellung effektiv entgegenzuwirken, sollte die Hebamme der Gebärenden jeweils nach einigen Wehen einen Positionswechsel ermöglichen und dazu passende Bewegungen durchführen. Dies erfordert einen sehr zeitintensiven und körperlich belastenden Einsatz der Hebamme. In der Praxis gestalten sich diese beschriebenen Massnahmen aus folgenden Gründen jedoch oft sehr schwierig.

 

«Vibwife entwickelt das weltweit erste aktive Mobilisierungssystem für die Geburtshilfe.»

Fehlende Zeit und hohe körperliche Belastung
Bei erhöhtem Arbeitsaufwand fehlt der Hebamme die Zeit, die Frau entsprechend umzulagern oder sie zu bewegen. Gleichzeitig stellt das aktive Positionieren und Bewegen der Frau einen enormen körperlichen und zeitlichen Aufwand für die Hebamme dar. Deren ohnehin schon strapazierter Rücken lässt es oft nicht zu, die Frau in diesem Sinne fachgerecht zu unterstützen.
Hier setzt die Entwicklung von Vibwife an, um die Arbeit der die Hebamme zu entlasten. Kann ein Problem nicht innert vorgegebener Zeit behoben werden, wird die angestrebte Spontangeburt abgebrochen. Das Kind wird mittels Saugglocke entbunden oder kommt per Kaiserschnitt zur Welt.
Bereits konnte erfolgreich ein erster Prototyp entwickelt werden. Mitte September reisten Peters und von Siebenthal nach Berlin und testeten diesen in den drei grössten Geburtskliniken in Deutschland.

Die beiden Gründer der Vibwife GmbH: Tobias von Siebenthal und Anna Peters