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Zusammenarbeiten ist Erfolg

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Um praxisorientiert und erfolgreich agieren zu können, sind Fachhochschulen zwingend auf Kooperationen angewiesen: Zusammenarbeit mit Partnern aus der Privatwirtschaft, mit anderen führenden Ausbildungs- und Forschungsinstitutionen auf Hochschulebene im Inland und Ausland. Für den inspirierenden Austausch und die Umsetzung von Ideen sind aber letztlich immer die Menschen verantwortlich.

Einige aktuelle Beispiele zeigen das Potenzial konstruktiver Zusammenarbeit deutlich auf. Sie werden im vorliegenden Magazin näher beschrieben.
So untersucht ein interdisziplinäres Forschungsprojekt der BFH die Möglichkeiten, wie Augmented Reality (AR) den Maschinen- und Anlagenservice unterstützen kann. Dank computergestützter Erweiterung der Wahrnehmung lässt sich die reale Welt über Datenbrillen oder Smartphones mit digitalen Informationen erweitern. Damit hat diese Technologie ein grosses Potenzial im Maschinen- und Anlagenservice. So wird es möglich, dass sich eine Person in der Schweiz und eine andere in einem Exportland in einem virtuellen Raum treffen und nicht nur verbal und visuell miteinander kommunizieren, sondern auch mit ihren Händen interagieren. Die Forscher werden die Ergebnisse der Schweizer Maschinenindustrie zur Verfügung stellen.

Eine langjährige Zusammenarbeit zwischen Kardiologen und Forschern der BFH hat die Entwicklung eines innovativen Speiseröhren-EKGs ermöglicht. Dank eines neuartigen Katheters lassen sich Herzsignale mit hoher Präzision in der Speiseröhre messen. Damit können Herzrhythmusstörungen sehr genau diagnostiziert werden. Mit der Stiftung einer Tenure-Track-Professur durch die Solothurner Spitäler AG wird die Kooperation zwischen Medizin und Ingenieurwissenschaften zusätzlich gestärkt.

Im Rahmen der Forschungsprogramme «Horizon 2020» der Europäischen Union widmet sich ein Projekt der Frage, wie die Solarbranche ihre Ressourcen nachhaltiger nutzen kann. Im Projekt CIRCUSOL arbeitet eine Forschungsgruppe der BFH mit Unternehmen des Energiesektors sowie akademischen Zentren und Universitäten aus Belgien, Frankreich, Deutschland, Litauen, Spanien und Schweden zusammen. Das Hauptziel von CIRCUSOL besteht darin, für die Solarenergieindustrie Lösungen auf der Basis der Kreislaufwirtschaft zu entwickeln. Dabei geht es darum, Produkte – etwa PV-Module oder Akkus – von der Herstellung bis zum Recycling zu bewirtschaften. CIRCUSOL will die finanziellen Auswirkungen neuer Produktedesigns für Hersteller und Recycler untersuchen und ein funktionierendes zirkuläres Geschäftsmodell entwickeln.
All diesen Projekten ist eines gemeinsam: Sie funktionieren nur, wenn Menschen sich kooperativ verhalten, also Know-how und Ideen miteinander teilen. Gute Zusammenarbeit inspiriert und ermöglicht den gemeinsamen Erfolg. Grundlage dafür sind nicht zuletzt zwischenmenschliche Kompetenzen, die sich erlernen und trainieren lassen.
Das bekannte Zitat von Henry Ford hat also nichts von seiner Aktualität eingebüsst: «Zusammenkommen ist ein Anfang, Zusammenbleiben ist ein Fortschritt, und Zusammenarbeiten ist Erfolg.»