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Hochschulen bewältigen Herausforderungen

Dr. Christoph Harder, Präsident Swisslaser.Net

Als vor 50 Jahren der Laser in Kalifornien erfunden wurde, stellte man sich in der Schweiz sehr bald die Frage, wie man diesen intensiven Lichtstrahl als berührungsloses Werkzeug verwenden könnte.

Rasch bildeten sich in der Region Bern Institute und Firmen, die den Laser für die Materialbearbeitung erforschten, Prozesse und Strahlwerkzeugmaschinen entwickelten und weltweit verkauften. Heute ist die Schweiz eine der führenden Nationen in der Herstellung von Strahlwerkzeugmaschinen im Wettbewerb mit Deutschland, Japan und den USA. Seit den 90er Jahren erforscht und entwickelt die Berner Fachhochschule am Standort Burgdorf – zuerst im IALT und nun im Institut ALPS – neue Strahlwerkzeuge und Prozesse der Materialbearbeitung in enger Zusammenarbeit mit der Industrie. Zuerst ging es in der Entwicklung darum, dank Lasereinsatz den Werkzeugverschleiss zu reduzieren. Später war das Ziel, Materialien genauer zuzuschneiden und zusammenzuschweissen, um leichtere, aber trotzdem sichere Autos produzieren zu können und um Motoren zu bauen, die noch weniger Kraftstoff verbrauchen. Die Laserstrahlquellen entwickeln sich immer weiter, sei dies in der Leistung, durch Strahlführung in Fasern, in der Präzision oder in der Modulierbarkeit. Dadurch entstehen immer neue Anwendungsmöglichkeiten, zum Beispiel in der Medizin für Operationen, zur Herstellung von bio-kompatiblen Oberflächen von implantierten Metallstücken und zur Bearbeitung von Kunststoffen. Auch 50 Jahre nach der Erfindung des Lasers hält der Fortschritt der Strahlwerkzeuge unvermindert an. Die Berner Fachhochschule ist gut aufgestellt, die lange Tradition der Werkzeugentwicklung weiterzuführen und mit neu entwickelten Strahlwerkzeugen zur Verbesserung unserer Lebensqualität beitragen zu können.

Dr. Christoph Harder
Präsident Swisslaser.Net

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