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Mobilkommunikation als Grundbedürfnis

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Wenn Sie heute aus dem Haus gehen, welchen Gegenstand wollen Sie unbedingt dabei haben? Bei jungen Leuten ist es zu 100% das Handy. Ohne Mobilkommunikation kein Anschluss an die Gesellschaft, soziale Isolation. Elementare unterste Stufe von Maslovs Bedürfnispyramide! Ähnliches sehen wir im Geschäftsleben.

Als vor einiger Zeit in der Schweiz die Mobilkommunikation unterbrochen war, standen viele Firmen buchstäblich still. Keine Einsatzbefehle liessen die Motoren brummen, keine Rückmeldungen liessen Lieferungen verfolgen. Mobilkommunikation ist zum integrierten Bestandteil des Lebens in der industrialisierten Welt geworden. Und in der weniger industrialisierten Welt erstaunlicherweise zur Lebensader für viele kleine Firmen, Bauern und Familien. Dies ist nur die erste Welle, die Sprachkommunikation. Wir stehen am Beginn zweier neuen Wellen: Dinge werden mobil verbunden und die Funktionalitäten der Endgeräte vermehren sich. Video wird mobil. Das braucht immer mehr Übertragungskapazität. Kann das Mobilnetz denn immer weiter ausgebaut werden? Offenbar schon. Eine Analyse zeigt eine ganz erstaunliche Entwicklung der Mobilfunkkapazität: Seit Marconi 1895 im Wallis seine erste Funkenübertragung gelang, konnten Ingenieure die Leistungsfähigkeit der mobilen Übertragung praktisch alle 30 Monate verdoppeln. Und es ist kein Ende in Sicht mit den immer raffinierteren Modulations- und Diversity-Methoden. Ich freue mich darauf, wenn das Handy mir ganz einfach die vielen Sachen ersetzt, die ich heute mit mir herumtragen muss, eigentlich nur um zu beweisen, wer ich bin: die Schlüssel, die mir Türen öffnen, die Karten, die meine Zahlungsfähigkeit bestätigen, die Tickets, die beweisen, dass ich für etwas bezahlt habe. Nur muss die ganze Geschichte dann überall und zu 100% funktionieren!

Walter Steinlin
Head of Swisscom Outlook
Präsident der Kommission für Technologie und Innovation (KTI)