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myBFH – Apps für den Studienbetrieb

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Wann habe ich wo Unterricht? Was gibt es heute in der Mensa? Die Antworten auf solche Fragen können Studierende und Dozierende jetzt überall abrufen, dank Applikationen für iPhones und Android-Geräte. Die Apps wurden von Spezialisten des Institute for ICT-Based Management der BFH-TI entwickelt.

Die zunehmende Verfügbarkeit mobiler Hochleistungsdatennetze ermöglicht heute eine praktisch flächendeckende Nutzung von Web- und weiteren Internetdiensten. Die Bildschirme verbreiteter intelligenter Mobiltelefone («Smartphones ») vertragen sich jedoch schlecht mit konventionellen Webseiten, die meist für die Darstellung auf Grossbildschirmen konzipiert sind. Inhalte werden auf Smartphones zu klein präsentiert, die Navigation erweist sich als schwierig, und komplexe Bildschirminteraktionen lassen sich nur sehr umständlich abwickeln. Aus diesen Gründen erlebte der Markt für Kleinstprogramme (so genannte «Apps») für Mobilgeräte und speziell gestaltete «mobile» Webseiten, welche die Einschränkungen dieser Geräte kompensieren können, in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung.

Grundansicht der myBFH-App (iPhone-Version) Foto: BFH-TI

Alles Wissenswerte zum Studienbetrieb, überall und jederzeit

Auf diesen Zug ist auch die BFH, Technik und Informatik aufgesprungen – zu gross sind die Vorteile der neuartigen Präsentation von Informationsangeboten für mobile Benutzende, zu wichtig ist aber auch die Wirkung der Apps als Werbeträger in den jeweiligen «App-Stores» der Smartphone-Anbieter. Seit Anfang 2011 entwickelten deshalb Spezialisten des Institute for ICT-Based Management (ICTM) unter dem Projektnamen «myBFH» Apps und mobile Webseiten für die BFH-TI. Im Zentrum des myBFHAngebots stehen aktuelle, auf die persönliche Studiensituation anpassbare Stundenpläne, die Menüpläne der Mensen in Biel und Burgdorf, Übersichten zu aktuellen Anlässen an der BFH-TI, Neuigkeiten aus den Instituten und vieles mehr. Das Informationsangebot ist eingebettet in ein grafisches Gesamtkonzept, welches einheitliche Navigations- und Darstellungsmuster für die Inhalte festlegt. Ein Grossteil der für mobile Anwendungszwecke benötigten Angaben kann aus bereits existierenden TI-Webseiten (www.ti.bfh.ch) abgeleitet werden, wobei Daten aus verschiedenen Quellen auf einem Webserver zusammengeführt und von diesem für Zugriffe von Mobilgeräten bereitgestellt werden. Damit ein Betrieb auch ohne ständige Internetverbindung möglich ist, werden alle nötigen Daten von den Apps auch auf den Smartphones abgespeichert.

Dynamik der Daten als Herausforderung

Die Konzeption der myBFH-Softwarefamilie mit ihren verschiedenen Applikations- und Serverkomponenten erlaubt eine einfache und schnelle Anpassung der auf Mobilgeräten vorhandenen Daten. Beispielsweise können Betroffene über Verschiebungen von Lehrveranstaltungen oder sonstige kurzfristigen Änderungen im Studienbetrieb zeitgerecht informiert werden. Informationen aus den verschiedenen Angebotsbereichen können sodann personalisiert und in einer Zusammenstellung übersichtlich und tagesaktuell dargestellt werden («My Day»). Um den oft (noch) teuren Datentransfer über das Mobilfunknetz auf ein Minimum zu begrenzen, regelt schliesslich ein konfigurierbarer Automatismus die Aktualisierung der gewünschten Daten auf den Endgeräten.

Wettkampf der Plattformen

Besondere Herausforderungen während des Softwareentwurfs bestanden in der Ausrichtung aller Komponenten auf die Strukturen des Studienbetriebs sowie einer angemessenen Berücksichtigung der existierenden Smartphone-Plattformen. Eine Analyse der Verbreitung der Gerätefamilien führte im Verlauf des Projekts zum Entscheid, je eine App für Apple-Geräte (wie iPhone oder iPad) sowie das Android-Betriebssystem von Google zu entwickeln. Die anderen existierenden Gerätefamilien werden mit speziell angepassten Webseiten versorgt, wo möglich unter Benutzung vorhandener Berührungsbildschirme und deren Steuerung über Fingerbewegungen. Da die Programmierung der Apps durch getrennte Gruppen von Spezialisten vorangetrieben wurde, entstand im Entwicklerteam rasch ein spannender Wettbewerb um die beste Umsetzung der Anforderungen – ein Wettbewerb, der die Eigenheiten der Softwareentwicklung auf heute marktführenden Smartphone-Plattformen sehr plastisch widerspiegelte.

Foto: BFH-TI

Ausblick

Mit der myBFH-Applikationsfamilie verfügt die BFH-TI über ein attraktives Werkzeug, welches den Studienalltag künftig erleichtern wird. Obwohl die Software mit dem Herbstsemester 2011 erstmals in den produktiven Betrieb gehen wird, fehlt es nicht an Ideen für Erweiterungen. So warten zusätzliche Datenquellen auf eine Anbindung, oder es werden sich heute noch unbekannte oder wenig eingesetzte Smartphone- oder Tablet-Technologien an der BFH-TI verbreiten und Erweiterungen der myBFHSoftware bedingen. Das myBFH-Team freut sich jetzt schon auf zahlreiche Rückmeldungen zum neuen Angebot – am einfachsten geschieht dies übrigens über die Verwendung der «Feedback»- Taste unten rechts in den Apps!