10th International Student Workshop

24. Oktober 2019
Oktober 2019

Kompetenzorientierte Lehre: Das Konzept des internationalen Verkehrsworkshops garantiert eine erfolgreiche Lehrveranstaltung, wie der 10. Workshop erneut belegt. Neugierde, Interesse und Wissensdurst der Teilnehmenden, ein spannendes Praxisprojekt, ein inspirierendes Umfeld und gute Stimmung sorgen für einen gelungenen Workshop und nachhaltige Erfahrungen für die spätere Berufspraxis.

Der internationale Verkehrsworkshop hat bereits Tradition: Die achttägige, seit 2010 jährlich durchgeführte Veranstaltung findet rotierend in einem der Partnerländer statt. Am Workshop nehmen vier Universitäten/ Hochschulen teil: die Don State Technical University Rostov on Don (RU), die Bergische Universität Wuppertal (DE), die Stellenbosch University (SA) und die Berner Fachhochschule BFH mit ihrem Studiengang Bachelor Bauingenieurwesen.
Insgesamt 16 Bachelor- und Masterstudierende – angehende Bau-, Verkehrs- und Verkehrswirtschaftsingenieure – sowie deren Professorinnen und Professoren sowie Assistentinnen und Assistenten trafen sich dieses Jahr in Bern.
Technical Visits (KWO-Vortrag und Betriebsbesichtigung, Gelmerbahn und alpine Strasseninfrastruktur) sowie Nutzung von fünf öffentlichen Transportmitteln mit einem Ticket an einem Tag.

Direkter Bezug zur Praxis

Zentrales Thema 2019 war die Sanierung einer innerörtlichen Hauptverkehrsstrasse im Kontext zukünftiger verkehrstechnischer und gestalterischer Bedürfnisse. Am Beispiel der geplanten Sanierung der Seftigenstrasse in Bern und Wabern setzten sich die Teilnehmenden mit aktuellen Fragestellungen aus der Praxis auseinander: unter anderem Lage und behindertengerechte Ausgestaltung der Tramhaltestellen, Verbesserung der Sicherheit und Nutzbarkeit der Kantonsstrasse für den Fuss- und Radverkehr, Abstimmung der Strassenraumgestaltung mit der Siedlungsentwicklung und Beurteilung der eigens erarbeiteten konzeptionellen Ansätze hinsichtlich Verkehrsqualität (Simulation).
Die Woche schaffte zudem Gelegenheit, sich über Themen wie Bildung, Umwelt/Energie, Wirtschaft, Kultur und Tourismus sowie Politik auszutauschen. Dass ein russischer Student zufällig die Gelegenheit hatte, Bundesrätin Viola Amherd bei der Talstation der Berner Gurtenbahn die Hand zu schütteln, führte den Gästen beispielsweise anschaulich vor Augen, wie volksnah die Schweizer Regierung ist.
Ortsbesichtigung Projektperimeter, Seftigenstrasse Bern/Wabern
Intensiver Arbeitsprozess: Zwischenpräsentation und Diskussion

Gemeinsam – motiviert – erfolgreich

Dank ausserordentlicher Motivation und Engagement gelingt den Studierenden die Auseinandersetzung mit den komplexen Herausforderungen wie Selbstmanagement in internationalen, teils interdisziplinären Teams mit verschiedenen Denk- und Vorgehensweisen unter Zeitdruck und Kommunikation in einer Fremdsprache bestens.
Ein inspirierendes Umfeld mit unter anderem technischen Exkursionen trägt zum Erfolg bei. Zudem präsentieren die Studierenden am Abschlussabend je ein landestypisches Kulturprogramm – ein Event, der stets Staunen und Begeisterung auslöst.
Teambuilding im Ropetechpark Bern – Teamgeist von Beginn an

Nachhaltige Wirkung

Eine Videobotschaft der russischen Studierenden nach ihrer Heimkehr unterstreicht die positiven und nachhaltigen Erfahrungen. So sagt zum Beispiel Marina (Auszug): «Thank you to all participants of the workshop. It was a real great experience […] to feel both like a team and like a family during the whole week.»
Prof. Dr. Vladimir Zyryanov (RU) und Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gerlach (DE) rundeten die diesjährige studentische Schlusspräsentation ab, Prof. Gerlach mit den Worten «Bern: one of the most livable cities of the world.»
Prof. Marion Sinclair fasste den Wert des Workshops zu einem früheren Zeitpunkt einmal treffend zusammen: «Our experience has shown that one of the most valuable aspects of the workshops is the students’ exposure to the problems and different solutions reached in various parts of the world. This has led students to question certain assumptions and challenge notions they may perhaps have taken for granted.» Bedauerlicherweise war es den südafrikanischen Studierenden und ihrer Professorin Marion Sinclair in diesem Jahr nicht möglich, vor Ort am Workshop teilzunehmen.
Dieser internationale Austausch ist wichtig für die Studierenden Bachelor Bauingenieurwesen der BFH: damit sie sich international über die Verkehrsentwicklungen auf dem Laufenden halten und die länderspezifischen Herausforderungen verstehen, die sich daraus ergeben.

Unterstützung

Die Realisierung dieses Workshops war möglich dank der Unterstützung durch: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) / Präsenz Schweiz, Swiss Travel System, Infra Suisse, Kraftwerke Oberhasli AG, Tiefbauamt des Kantons Bern OIK II, BERNMOBIL, Automobil Club der Schweiz, Emch+Berger Verkehrsplanung AG, SYTEC Bausysteme AG, Metron Bern AG, BSB + Partner Ingenieure und Planer AG, SV Schweiz AG / Restaurant Erziehungsdirektion Kt. Bern, Burgdorfer Gasthausbrauerei.