Digitale Zukunft

22. Oktober 2020
Oktober 2020

Technologien und Digitalisierung sind Wegbereiter für die Zukunft

Prof. Dr. Lukas Rohr, Direktor Departement Technik und Informatik, BFH

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Digitale Technologien verändern unser Leben im Grossen wie im Kleinen. Bei uns an der Berner Fachhochschule wollen wir diese Technologien sinnvoll nutzen und vorantreiben. Es beginnt beim morgendlichen Einloggen: Ohne digitale Identität bleibt der Zugang zur digitalen Hochschule verwehrt. Die neue SWITCH edu-ID ermöglicht jetzt gar den lebenslangen Zugang zur gesamten Hochschullandschaft der Schweiz. Und in Biel können wir seit Kurzem an einem besonderen Snackautomaten mit digitalen «GNU Talern» bezahlen. Dieses an der BFH mitentwickelte Bezahlsystem ist einerseits transparent und respektiert andererseits den Datenschutz.
In zahlreichen Forschungsprojekten zeigt sich, dass die digitale Transformation längst den wirtschaftlichen Alltag durchdringt. So lassen sich zum Beispiel mit Druckrobotern dreidimensionale Betonobjekte herstellen. Oder dank Augmented Reality können Kunden und Servicetechniker unabhängig vom Standort visuell angewiesen und unterstützt werden.
Digitalisierung kann auch zu Lösungen mit mehr Nachhaltigkeit beitragen. So zeigt die BFH an den Schweizer Digitaltagen, wie sich Big Data und smarte Algorithmen bei E-Mobilen und Gebäuden positiv auf den Energiebereich und die Umwelt auswirken. Oder eine BFH-App soll mit Augmented Reality Möglichkeiten aufzeigen, wie städtische Fassaden als vertikale Gärten verwendet werden können. Und mit BIM-Methoden (Building Information Modeling) ist es möglich, den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes zu modellieren. Dank solchen digitalen Modellen lassen sich Bauprojekte leichter in Bezug auf umwelteffiziente Systeme und Materialien optimieren.
Neben den zahlreichen Vorteilen bringt die Digitalisierung auch ernsthafte Herausforderungen mit sich. Wie verändert sich die Arbeitswelt durch den vermehrten Einsatz von Cobotern? Dieser Frage geht eine interdisziplinäre Forschergruppe nach. Auch wer über das Geschäftsmodell einer digitalisierten «Werkstatt der Zukunft» nachdenkt, muss sich stets vor Augen führen: Im Zentrum steht der Mensch bzw. der Kunde, und die Technologie ist Mittel zum Zweck.
Lesen Sie mehr zu diesen faszinierenden Themen im vorliegenden Magazin.
Lukas Rohr