New Work

25. Februar 2021
Februar 2021

New Work ist in aller Munde, doch bedarf es noch eingehender Forschung, um zu wissen, was uns morgen erwartet.

Prof. Peter Staub, Direktor, Departement Architektur, Holz und Bau, BFH (seit 1. Februar 2021)

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Gespannt und sicherlich auch hoffnungsvoll schauen wir voraus auf ein ungewisses 2021. Wer hätte vor gut einem Jahr gedacht, dass sich unser Leben so entwickeln würde. Bis zum Ausbruch der Pandemie und zu den damit einhergehenden Verhaltensänderungen haben sich viele von uns verstärkt mit dem Verhältnis von Arbeit und Privatleben, der sogenannten Work-Life-Balance beschäftigt. Der Begriff suggeriert eine grundsätzliche Trennung von Arbeit (work) und Privatleben (life). Mittlerweile, und nachdem Homeoffice verstärkt Einzug gehalten hat, haben sich die Grenzen zwischen Privat- und Arbeitsleben fast aufgelöst. Der Computer steht auf dem Esstisch, das Headset ist permanent am Ohr, Arbeit und Kinderbetreuung finden simultan statt und der Horizont ist oftmals auf den Bildschirm beschränkt. Umfragen bei verschiedenen Arbeitgebern in der Schweiz haben ergeben, dass die ursprünglich hohe Bereitschaft der Mitarbeitenden, von zu Hause aus zu arbeiten, zwar bei andauernder Pandemie abgenommen hat, sich aber gleichwohl schon jetzt abzeichnet, dass wir kaum zu den Gewohnheiten von davor zurückkehren werden.
Durch diesen doch abrupten Wandel ist die Gesellschaft vor neue Herausforderungen gestellt und grundlegende Fragen müssen beantwortet werden: Wo und wie leben und arbeiten wir zukünftig zusammen? Welche neuen Geschäftsmodelle entstehen? Welche Kompetenzen sind in einer zukünftig mehrheitlich digitalen Arbeitswelt gefordert und welchen Einfluss hat dies darauf, wie wir die nächste Generation ausbilden?
Diese und weitere spannende Fragen werden anhand von konkreten Beispielen aus Forschung und Lehre an der BFH in den folgenden Beiträgen intensiv diskutiert. Ich wünsche Ihnen bei der Lektüre viel Freude.