Swiss Center for Design and Health – Medizinstandort Bern stärken

24. Februar 2020
Februar 2020

Mit Design die Gesundheitsversorgung optimieren – das im Kanton Bern geplante Swiss Center for Design und Health will an diesen Zusammenhängen forschen.

Gesundheit, Wohlbefinden, Lebensqualität: Diese drei Bereiche beeinflussen sich gegenseitig. Hier setzt das neue Swiss Center for Design and Health an. Es will erforschen, wie sich kommunikative, architektonische und gestalterische Aspekte auf das Gesundheitswesen auswirken.
Es freut mich sehr, dass der Grosse Rat das Projekt unterstützt und die Anschubfinanzierung des vorgesehenen nationalen Kompetenzzentrums für Design und Gesundheit in der Wintersession 2019 mit grosser Mehrheit genehmigt hat. Der Kanton Bern wird die Finanzierung erbringen, wenn der Bund das Projekt ebenfalls unterstützt. Den Entscheid des Bundes erwarten wir Ende 2020.
Am neuen Zentrum soll anwendungsorientiert und interdisziplinär erforscht werden, wie durch Design die Gesundheitsversorgung optimiert werden kann. Es geht beispielsweise um die Fragen, wie das Spital der Zukunft gestaltet werden sollte, wie Prozesse verbessert werden oder wie sich Lichtkonzepte vorteilhaft auf das Wohl von Patientinnen und Patienten auswirken. Mit dem Swiss Center for Design and Health soll in der Schweiz eine Institution geschaffen werden, die designgestützte Lösungen für die Gesundheitsversorgung entwickelt.
Mit dem Projekt will der Kanton Bern den Medizinstandort Bern weiter stärken. Bern soll zum führenden Medizinstandort der Schweiz mit internationaler Ausstrahlung werden. So steht es in den Richtlinien des Regierungsrats. Wir haben uns dafür stark engagiert und sind erfolgreich unterwegs. Ein Beispiel ist das Translationszentrum sitem-insel – der Betrieb im neuen Gebäude ist gut angelaufen.
Das Swiss Center for Design and Health passt zu dieser Stossrichtung, es fördert ebenfalls die Vernetzung, hat aber einen anderen Schwerpunkt. Ich freue mich, dass wir für dieses Projekt mit einer Gruppe von Forscherinnen und Forschern der Berner Fachhochschule BFH unter der Leitung von Prof. Dr. Arne Scheuermann zusammenarbeiten, die in diesem Themengebiet schon lange herausragende Arbeit leistet und im neuen Zentrum auch Forschungsgruppen der Universität Bern einbinden wird.
Es ist das Ziel des Swiss Center for Design and Health, mit verschiedenen Partnern Wege für das Gesundheitswesen der Zukunft zu entwickeln, zu testen und umzusetzen. Wie schon im Fall von sitem-insel sollen sich private Unternehmen von Beginn weg an der Finanzierung beteiligen, dem Zentrum Aufträge erteilen oder auch mit eigenen Leute vor Ort Projekte entwickeln. Der Kanton betätigt sich quasi als Geburtshelfer.
Ich bin überzeugt, dass dieses Projekt grosses Potenzial hat, die Innovationskraft der Schweiz und des Kantons Bern zu stärken, und ein wirtschaftspolitisch wegweisendes Leuchtturmprojekt werden kann.
 
Infos zur Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern